Direkt zum Inhalt

Ganzheitliche Sicht und Therapie bei Psychosen/Schizophrenie

Ganzheitliche Sicht und Therapie bei Psychosen/Schizophrenie

Psychose: eigene Erfahrung
Keine Angabe

Welche Rolle spielt die Selbstregulationsfähigkeit?
Und wie kann sie entwickelt und gestärkt werden, damit Stress nicht gleich zur Symptomentwicklung führt?

Fakt ist, dass bloße „10 Minuten- Entspannungstrainings“ hier zu kurz greifen.

Welche Art von Therapien können hier greifen?
Was kann der Betroffene tun?

Was wissen wir über emotionale Regulationssysteme?
Welche Rolle spielt die therapeutische Co-Regulation? Welche Rolle spielt z.B. die Bindungsorientierte Therapie nach Brisch? Welche Rolle spielt ein sicherer therapeutischer Rahmen?
welche Rolle spielen die Fähigkeiten zu Achtsamkeit und zu Selbstmitgefühl? welche Rolle spielt die sanfte Aufarbeitung von Traumatisierungen?*
Wie kann die Selbstfürsorge der Betroffenen entwickelt und gefördert werden?
Wie kann der Körper in der Behandlung einbezogen werden/ Was wissen wir aus der Körpertherapie?
Was können wir von Acceptance- and Commitment- Therapie (ACT) für die Psychosen-Therapie lernen?
Welche Rolle spielt umfassende Aufklärung und Selbstbefähigung?
Welche Rolle spielt eine frühzeitige Wiedereingliederung in die Arbeit (wenn nötig mit Unterstützung)?
Welche Rolle spielt der Kontakt zu anderen Betroffenen?
Wie kann Selbststigmatisierung vorgebeugt werden, so dass die Bereitschaft da ist, sich mit der Erkrankung und Genesung auseinander zu setzen?

* hier wäre z.B. die Lifespan Integration Methode interessant, weil sie auch bei frühen Traumatisierungen greifen kann. Aber auch die IRRT (nach Schmucker).

Kommentare

Gespeichert von turdusmerula am Mi., 13.03.2024 - 21:10

in der klinik habe ich alles gelernt, was ich fuer meine schizophrenie brauche. bei sorgen, stress, aerger brauch ich ne dosiserhoehung. das habe ich gelernt. weil, wegen zuviel dopamin. das habe ich gelernt.

Hallo turdusmerula,
danke für den wertvollen Kommentar. Das ist auch meine Erfahrung: In der Klinik habe ich gelernt, dass bei Stress die Dosis erhöht werden muss, sonst nichts.
Alles weitere habe ich mir selbst gesucht:
Informationen über die Erkrankung, die nicht von Pharmaunternehmen stammen, sondern von Ärzten und Betroffenen. Stichwort „Deutsche Gesellschaft für Soziale Psychiatrie“.
Infos über einen Hilfeplan, eine Patientenverfügung, über Recovery usw.
Ich habe viele Bücher gelesen, eine Selbsthilfegruppe gegründet…
Und immer mit dem Fokus: Was hilft?
Problem: es gibt nunmal viele Betroffene, die nicht diesen Zugang haben oder denen es z.B. schwer fällt sich auf einen geschriebenen Text zu Konzentrieren oder oder. Und es gibt schlicht und einfach zu wenig Psychotherapieplätze für Menschen, die an Psychosen erkrankt sind.
Dabei kann ich nur betonen, dass eine Psychotherapie wenn sie gut auf den Betroffenen abgestimmt ist, unheimlich stabilisierend sein kann!
Ich bin auf dem 1.Arbeitsmarkt berufstätig (wenn auch nur in Teilzeit). Das habe ich definitiv meiner Psychotherapie zu verdanken!
Laut Lu Ciompi (Gründer der Soteria, Bern), ist auch bei schweren Verläufen, noch nach Jahren eine Genesung möglich!!!
Das Menschen, die chronisch an Psychosen leiden, also die Diagnose Schizophrenie mit sich herum tragen, keine Psychotherapie erhalten, empört mich sehr. Da muss sich etwas ändern.
Umso wertvoller finde ich diese Plattform hier.!

Gespeichert von Anni am Do., 14.03.2024 - 21:37

Ergänzung:
Wichtig und hilfreich wäre aus meiner Erfahrung für die Psychotherapie bei Psychosen, dass solange der betroffene Mensch noch recht instabil ist (und evtl. auch produktive Symptome vorhanden sind) neben einer warmen menschlichen Atmosphäre und guter Aufklärung, das individuelle metakognitive Training (MKT). Dabei wird eine innere Distanz zu den wahnhaften Gedanken/Wahrnehmungen hergestellt. Gleichzeitig hilft es eine erneut auftauchende Symptomatik frühzeitig selbst zu erkennen.

Cookies UI