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Social stories als Therapie bei Autismus

Social stories als Therapie bei Autismus

Autismus: eigene Erfahrung
Behandlung

AutistInnen werden oft vom Lauf der Ereignisse überrascht und ihre Erwartungen enttäuscht.
Ursache dafür könnte ein Mangel an Informationen sein, der zu falschen Erwartungen führt.
profitieren AutistInnen von einer Therapieform, in der die therapierende Person mithilfe von Social Stories die soziale Realität beschreibt?

Kommentare

Gespeichert von voll_gestört am So., 03.03.2024 - 21:57

Auf jeden Fall kann ich sagen, das soziales Erfahrungswissen, wie auch es vermittelt wird, nach meinen Erfahrungen bei Autismus weiter hilft. Ja, die Real-Life-Therapie ist hart und lehrreich!

Aus meiner Sicht muß das aber auch zum bevorzugten Informationsverarbeitungsstil des Autisten passen. Aspies lernen Berichten zu Folge gerne Regeln von Situationen auswendig, was den Nachteil hat, daß sie Probleme haben, das Wissen für konkrete Situationen anzupassen. Für HFAlern ist es leichter die Situation zu analysieren und die Handlung konkret anzupassen, aber dafür kommen sie evtl. nicht auf das Niveau an Masking, was Aspies mit hoher Schauspielkunst erreichen (früher dachte ich, das ich normal bin und als ich die Diagnose hatte, war es mir egal, wie gut ich den, für mich eh nie erreichbaren, Nichtautisten spiele, das heißt aber nicht, das Wissen über hilfreiches Verhalten in bestimmten Situationen mich nicht interessieren würde).

Es wäre aus meiner Sicht hilfreich, wenn es mehr Angebote wie soziales Kompetenztraining für Erwachsene geben wurde, weil da hätte ich auch Bedarf.

So geht es mir auch, aber man dürfte mir nicht erzählen, dass ich mit dem Kurs "normal" werde. Ich hätte das früher geglaubt, obwohl ich meilenweit davon entfernt war. Analysieren und erklären wäre glaube ich hilfreich.

Gespeichert von voll_gestört am Mo., 04.03.2024 - 19:19

Ja, die eventuellen, bösen Überraschungen in bestimmten Situationen liegen an der generellen, aufwendigen, autistischen Vorplanung bei allen Dingen. Weil nichts ist schlechter, als wenn man plötzlich mit nicht mehr passendem Plan da steht!

Die Pläne hinreichend flexibel für die Realität zu gestalten und evtl. sich auch schon mal Ausweichpläne zu machen, ist etwas, was man erst lernen muß, da sollten Eltern und Angehörige im Zweifelsfall ihren (kleinen) Autisten helfen.

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