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Wie können psychisch kranke Menschen in Ausbildung/Studium besser unterstützt werden?

Junge Erwachsene

Wie können psychisch kranke Menschen in Ausbildung/Studium besser unterstützt werden?

Ängste: eigene Erfahrung
Bildung, Arbeit & Freizeit

Gerade für psychische Krankheiten gibt es wenig hilfreiche Unterstützung. Hilfen sind oft mit hohem bürokratischen Aufwand verbunden und an Diagnosen gebunden (was bei den monate- bis jahrelangen Wartezeiten für Ärzt*innen- und Therapeut*innentermine schwierig ist) oder erfordern die Weitergabe von sehr persönlichen Informationen z.B. an die Universität. Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass Nachteilsausgleiche nicht bei Depressionen oder Angststörungen gewährt werden, die zur Verfügung stehenden Ausgleichsmöglichkeiten nicht hilfreich sind und man vom guten Willen anderer abhängig ist. Allgemein ist das Ausbildungssystem in Deutschland unflexibel und bietet nicht genügend leicht zugängliche Anpassungsmöglichkeiten. Unterstützung und Zugangsmöglichkeiten sind oft ein finanzielles Privileg für die, die sich z.B. privat eine Therapie oder ein Studium an einer Fernhochschule leisten können.

Kommentare

Gespeichert von DarkVoid am So., 03.03.2024 - 11:54

Der Beitrag hat mich sehr berührt und spricht mir aus dem Herzen! Selbst mit mehrfachen psychischen und körperlichen Erkrankungen konnte ich bei einem Antrag auf Schwerbehinderung (was mir Ausbildung /Studium wesentlich erleichtert hätte) nur auf einen GdB von 20 gekommen. Wie im Beitrag erklärt ist man dabei wahnsinnig abhängig vom "guten (oder auch schlechten) Willen" anderer Menschen. Das ist oft sehr niederschmetternd. Selbst mit Diagnosen und viel geleistetem bürokratischen Aufwand (der mit einer psychischen Erkrankung oft schier unüberwindbar ist), bekommt man nicht die Hilfsangebote, die man benötigt.

[Hinweis der Moderation: GdB = Grad der Behinderung]

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