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Folgen der Diskriminierung durch Behörden/Anlaufstellen für Menschen mit Behinderungen

Folgen der Diskriminierung durch Behörden/Anlaufstellen für Menschen mit Behinderungen

Keine Angabe
Unterstützung & Dienstleistungen

Hilfen für Menschen mit Behinderungen sind zwar in der Theorie vorhanden, müssen aber immer erst beantragt und mehrfach begründet werden. Obwohl ich und viele andere Personen einen unbefristeten Schwerbehindertenausweis und Ärzt*innen habe, die mir immer wieder meine Probleme im Alltag bescheinigen, erhalte ich beantragte Hilfen nicht und muss immer einen Widerspruch bzw. ein Gerichtsverfahren einplanen, wozu ich keine Energie habe und somit über meine Kapazitäten gehen muss. Die Barrieren und die Diskriminerung die bei der Suche nach Hilfen bestehen führen zu konstanten traumatischen Erfahrungen. Diese Art der systematischen Diskriminierung ist allerdings unsichtbar, weil Betroffene keine Energie haben, sie anzufechten und Nichtbetroffene davon ausgehen, dass wir Hilfen bekommen, weil sie uns ja in der Theorie rechtlich zustehen. Viele Betroffene beantragen Hilfen nicht mehr, weil sie Angst vor den bürokratischen Folgen und dem permanenten Rechtfertigen haben.

Kommentare

Gespeichert von Stefan aus Jena am Di., 05.03.2024 - 21:36

Die "Bürokratiehydra" scheint ein Eigenleben, also Aktivitäten zum Selbstzweck, entwickelt zu haben.
Das ist für neurotypische Menschen, die in der Lage sind "Irrsinn" zu ignorieren, schon sehr schwer.
Doch die oft sehr feinfühligen neurodivergenten Personen mit ADHS, Autismus etc. erleben hier immensen Stress.
Stress der krank macht, statt Hilfe zu bringen.

Ein großes Problem ist auch des "Bürokratenvokabular", dass sich oft vom echten Leben weit entfernt hat, also von Menschen kaum noch verstanden wird, bzw. verstehen die Bürokraten die Menschen nicht mehr, wenn diese nicht "Bürokratisch" als Fremdsprache erlernen.

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